Was ist Gestalttherapie?
Gestalttherapie ist eine ganzheitliche, erfahrungsorientierte Form der Psychotherapie, die das bewusste Erleben im Hier und Jetzt in den Mittelpunkt stellt.
Sie hilft Menschen, alte Muster zu erkennen, sich ihrer Emotionen bewusst zu werden und neue Handlungsmöglichkeiten zu entdecken.
Dabei spielen authentische Begegnungen, der dialogische Austausch sowie kreative und körperorientierte Methoden eine zentrale Rolle.
Ich und Du,
Im Hier und Jetzt.
Hintergrund der Gestalttherapie
Die Gestaltperspektive geht davon aus, dass Wahrnehmung, Erleben und Handeln immer im Zusammenhang mit der jeweiligen Situation und den bestehenden Beziehungen verstanden werden müssen. Unverarbeitete Erlebnisse (sogenannte „offene Gestalten“) bleiben im Hintergrund bestehen und beeinflussen Gedanken, Gefühle und Verhalten. Die Gestalttherapie unterstützt dabei, diese Prozesse bewusst wahrzunehmen und zu integrieren.
Entscheidend ist der Fokus auf das Hier und Jetzt: das, was gerade gefühlt, gedacht und wahrgenommen wird. Durch diese direkte Auseinandersetzung kann deutlich werden, wie vertraute Muster das eigene Verhalten prägen und es können neue Wahlmöglichkeiten entstehen.
Der dialogische Ansatz
Ein Kernelement der Gestalttherapie ist der dialogische Ansatz, stark beeinflusst vom Denken Martin Bubers. Es geht um eine echte, lebendige Begegnung, in der Menschen sich einander in ihrer Einzigartigkeit zuwenden.
Methoden
Neben dem Gespräch greift die Gestalttherapie auf kreative Methoden zurück: Körperarbeit, experimentelle Interaktion, Atemübungen, Imaginationsarbeit sowie kreative Ausdrucksformen wie Farbe, Ton und Bewegung. Veränderung wird nicht nur gedanklich erfasst, sondern aktiv erlebt und verkörpert.